Die Bürgerinnen und Bürger in Allendorf (Lumda) sind für den 12. Februar 2023 zur Bürgermeisterwahl aufgerufen. Die CDU Allendorf, die aus gutem Grund keinen eigenen Kandidaten benennt, hat aus guter, demokratischer Tradition beiden Bewerbern um das Amt die Möglichkeit zur persönlichen Vorstellung in Mitgliederversammlungen gegeben.

Am 21. Januar 2023 beriet die CDU Allendorf auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung über ihr Votum für die anstehende Wahl. Die engagierte und inhaltlich tiefe Diskussion zeigte gleich zu Beginn, dass das lokale Ereignis Bürgermeisterwahl in eine Zeit der internationalen Großkrisen (Krieg in Europa, Energiepreisexplosion, Migration, Corona-Nachwirkungen) fällt und die Menschen ein Bedürfnis nach Orientierung und Sicherheit haben. Vor sechs Jahren hat ein von der CDU unterstützter und notwendiger Wechsel im Bürgermeisteramt stattgefunden. Konrad Stelzenbach, Magistratsmitglied und Parteivorsitzender sagt dazu: „Thomas Benz hat in seiner ersten Amtsperiode Verwaltungserfahrung und Personalführung im Amt bewiesen. Dies zeigt sich im Umgang mit den Aufgaben und übernommenen Altlasten, die in seiner ersten Amtsperiode die Stadt bewegt haben. Es sind Entscheidungen vom ihm getroffen worden, die eine Kontinuität in der Amtsführung deutlich werden lassen. Thomas Benz geht mit Pragmatismus Aufgaben an, er hat einen Blick für das, was möglich ist und getan werden muss.“

Wahlkampfzeit ist auch immer die Zeit von blumigen Versprechungen und so kann der interessierte Bürger in mach glänzender Wahlbroschüre die Liste von Ankündigungen lesen, die das Leben in Allendorf an der Lumda noch besser machen sollen. Dem wollen wir nicht im Wege stehen, geben aber zu bedenken, dass die dafür notwendigen Gelder auch in der Stadtkasse sein müssen. Wer zum Beispiel die Lumdatalbahn auf seine Fahnen schreibt, sollte auch deren Finanzierung vor der Wahl offenlegen, insbesondere dann, wenn das Geld nicht aus Fördertöpfen kommt, sondern wenn dafür Steuererhöhungen oder Streichungen an anderer Stelle notwendig wären.

Mit Blick auf die Arbeit des Bürgermeisters sind es im Prinzip zwei Jobs, die in Personalunion wahrgenommen werden. Da ist zum einen die Aufgabe „Chef der Verwaltung mit Personalführung“ und zum anderen der Job der „politischen Gestaltung“, bei dem die Wunschliste besonders lang ist, deren Umsetzung aber Mehrheiten in der Stadtverordnetenversammlung und im Magistrat erfordert und – Geld.
Die Besetzung der Allendorfer Stadtverordnetenversammlung ergibt aktuell keine eindeutige politische Mehrheit, die grundsätzlich den Bürgermeister trägt. Wechselnde Mehrheiten vermitteln oft ein unrundes und zähes Agieren der „Regierung“ in Allendorf, das hat nach unserer Auffassung nicht der Bürgermeister in Person zu verantworten. Da sich durch die Wahl am 12. Februar an den Mehrheitsverhältnissen in der Stadtverordnetenversammlung nichts ändert –Kommunalwahl ist erst wieder in vier Jahren – sehen wir in einem Wechsel auf dem Bürgermeisterposten angesichts der bisherigen Amtsführung von Thomas Benz überhaupt keinen Vorteil für unsere Stadt. Wir halten Kontinuität, eine pragmatische Politik, die trotz Wahl nicht mehr verspricht, als die Haushaltslage und die Belastungsgrenze der Bürger zulässt, in diesen Krisenzeiten für entscheidend.

Die CDU Allendorf (Lumda) unterstützt zur Bürgermeisterwahl am 12. Februar Thomas Benz.

Konrad Stelzenbach, Vorsitzender - Ulrich Krieb, Fraktionsvorsitzender

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